Playa Blanca, ganz im Süden Lanzarotes
gelegen, wurde erst vor knapp 15 jahren zum dritten, großen
Tourismusziel der Insel ausgebaut und hat Puerto del Carmen flächenmäßig schon fast überholt. Der ursprüngliche Fischerort, mit 3 Bars und einigen Pensionen, der weit vor der Costa Teguise Ziel für Individualtouristen war, ist heute nicht wieder zu erkennen, was an den stetig wachsenden Bettenzahlen und den damit verbundenen Hotel- und Appartementanlagen liegt, die rund um den alten Kern und noch weit darüber hinaus gewachsen sind. Nun ist der Bau einer oder zwei 18 Loch Golfanlagen und Luxusbettenburgen im Geschpräch, was aber kürzlich von der Regierung (zunächst) abgelehnt wurde. In der ansonsten kargen Umgebung wirkt Playa Blanca wie eine Oase in der Wüste. Im Süden scheint die Sonne öfter als anderswo auf Lanzarote, was für viele Lanzarotekenner den Reiz von Playa Blanca, besonders in den Wintermonaten, ausmacht. Ein weiteres Plus sind die nahe gelegenen Papagayo-Strände, die man am besten mit einem gemieteten Jeep oder auch zu Fuß - wenn man ein geübter Wanderer ist - erreicht.
Die Strandpromenade ist das Zentrum des Ortes. Abends, wenn die Menschen von den Stränden zurückkehren, herrscht ein reges Treiben. Deutsche, Engländer, Spanier, Franzosen, Schweden, Holländer, hier trifft sich der sonnenhungrige Europäer, um den Stress des Alltags abzubauen. Wer nach Playa Blanca
fährt und nicht nur am Strand liegen möchte, sollte sich auf
jeden Fall einen Leihwagen mieten, um die Schönheiten der Insel zu
erkunden. Leihwagen sind auf Lanzarote
enorm günstig und die beste Alternative zu den viel angebotenen ,,Gratisbustouren",
die sich schließlich als Verkaufsfahrten für Rheumadecken,
Töpfe oder ähnliches entpuppen und mehr Nerven kostet als Erholung
bringen.
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